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Zahnmedizin

NTI-Schiene


(Nociceptive Trigeminale Inhibition-tension supression system)

Hyperaktivität der Kaumuskeln während der Nacht oder am Tag könnte eine mögliche Ursache von Migräne und Spannungskopfweh sein. Durch Knirschen oder Pressen werden Masseter und Temporalis stark beansprucht. Bei Migräne wird heute aufgrund der Empfindlichkeit der perikranialen Muskeln auf eine Beteiligung des Nervus Trigeminus geschlossen.

Schienen mit gleichmässigen Seitenzahnkontakten schützen die Zähne vor dem Knirschen, erlauben jedoch das Pressen. Bei Schienen mit Eckzahnkontakt kann der M. Temporalis in hohem Mass kontrahiert werden, was wiederum den Schmerz auslösen kann.

Die NTI – Schiene jedoch, die nur Kontakte mit den Frontzähnen erlaubt, reduziert die Intensität der Muskelkontraktion um ca. 1/3.

Das Zusammenpressen der Zähne ist meist eine Folge von Stress. Wichtig ist es in erster Linie, sich Methoden anzueignen, die den Umgang mit diesem Stress erleichtern, die Entspannung fördern und die beteiligte Muskulatur lockern. (Atemtherapie, Massage, Autogenes Training, Craniosacraltherapie etc). Das NTI-System kann dazu eine wichtige Ergänzung sein.

Die NTI-Schiene wird in der zahnärztlichen Praxis hergestellt. (Infos unter: www.karrdental.ch)


Gefahr für Herzinfarkt bei Parodontitis erhöht


Eine Analyse von zehn klinischen Studien (Compendium of Continuing Education in Dentisttry R Fall 1998), die in den Ländern USA, Finnland und Grossbritannien durchgeführt wurde, kommt zum Ergebnis, dass mangelnde Mundhygiene, Entzündungen am  Zahnfleisch und am Zahnhalteapparat  Risikofaktoren sind für die Erkrankung der Herzgefässe (Herzinfarkt), Schlaganfall (Hirninfarkt) und für untergewichtige Frühgeburten.

Was ist Parodontitis?
Parodontits ist eine fortschreitende Erkrankung des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates (Parodont). Bei der über 40-jährigen Bevölkerung ist die Erkrankung des Zahnfleisches die häufigste Ursache von Zahnverlust. Parodontitis kann auftreten, wenn eine Zahnfleischentzündung nicht oder nur ungenügend behandelt wird. Dabei breitet sich die Entzündung entlang der Zahnwurzel so aus, dass das Zahnfleisch sich vom Zahn löst und der Knochen zerstört wird.

Neun von zehn Erwachsenen haben Zahnfleischentzündungen
Neun von zehn erwachsenen Menschen in der Schweiz leiden unter Zahnfleischentzündungen. Diese Bilanz zogen rund 800 Zahnärzte und Dentalhygienikerinnen an der 21. Jahrestagung der Schweizerischen Gesellschaft für Parodontologie (SGP) in Luzern.

Die moderne Zahnmedizin sei heute nicht mehr vordergründig durch Kariesprobleme (Zahnfäulnis), sondern vielmehr durch Zahnfleisch- und Zahnbettentzündung herausgefordert.

Erste Zeichen - Zahnfleischbluten
Eines der ersten sichtbaren Zeichen - das Zahnfleischbluten - wird oft als Problem nicht erkannt.

So kann die Infektion ungehindert fortschreiten und auf den Zahnhalteapparat übergreifen. Ein Rückgang des Knochens ist die Folge. Obwohl die Krankheit hier schon fortgeschritten ist, verursacht sie meist keine Schmerzen.

Die  Bakterien und ihre schädlichen Produkte, welche bei ungenügender Mundhygiene überall in der Mundhöhle vorhanden sind,  können bei blutendem Zahnfleisch rasch in grossen Mengen in die Blutbahn gelangen, wo sie eine Infektion der Blutgefässe verursachen können.

Laut einer Studie, die an der Universität in Kristianstadt (Schweden) durchgeführt wurde ist das kardiovaskuläre  Risiko von Patienten mit ausgeprägter Parodontitis um das vierzehnfache erhöht.

Was tun?
aus zahnmedizinischer Sicht:

  1. Gehen Sie regelmässig zum Zahnarzt oder zur Dentalhygienikerin. So ist eine Früherkennung gewährleistet. Gingivitis und Parodontitis müssen behandelt werden.

  2. Achten Sie auf Ihre Mundhygiene.

  3. Oft beginnt eine Parodontitis im Zahnzwischenraum. Benutzen Sie die entsprechenden Mundhygienehilfsmittel (Seide, Zahnhölzer, Bürsteli…).

aus naturheilkundlicher Sicht:

  1. Achten Sie auf eine vitaminreiche Ernährung.

  2. Ein gesunder Darm ist wichtig. Die Darmgesundheit ist ein wichtiger Faktor für das Immunsystem. Möglicherweise ist eine Darmsymbioselenkung notwendig.

  3. Stellen Sie das Rauchen ein.

  4. Unterstützung einer Behandlung mit isopathischen Mitteln ist möglich

….und noch ein Gedanke zum Herzinfarkt


Genau aus dem Lateinischen übersetzt heisst Herzinfarkt „gebrochenes Herz“. Das Herz ist mehr als nur ein Muskel und eine mechanische Pumpe. Es ist der Hauptschauplatz von Liebe, Schmerz und Angst. Aus Liebe verschenkt man es, man nimmt sich etwas zu Herzen, man stirbt an gebrochenem Herzen.

Das Herz möchte Geborgenheit, Gelassenheit, Wärme. Stress und Hektik schaden ihm auf Dauer. Als Gegenpol zum Alltag braucht es Unbeschwertheit, Entspannung und Rückzug. Sie können Gutes für ihr Herz tun mit Bewegung an der frischen Luft, viel Obst, viel Wasser trinken, wohltuenden sozialen Kontakten. Es gibt eine Reihe von pflanzlichen Hilfsmittel, welche das Herz unterstützen können.

Und wann ist ihr Herz das letzte Mal vor Freude gehüpft?

 
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